Das Skalieren ist in mehrfacher Hinsicht wichtig und hilfreich.
Zunächst geht es darum, der Ausgangsempfindung – d.h. der gerade gefühlten Belastung einen Zahlen wert zwischen 0 und 10 zuzuordnen, um diesen anschließend mit einer eventuellen Stressreduktion bzw. einer Entlastung nach Durchführung einer Klopfabfolge (z.B. NAEM) zu vergleichen und ggf. einen neuen Zahlenwert festzulegen.
Man könnte nun einwenden, dass man eine eventuelle Veränderung auch ohne zahlengebundene Benotung wahrnehmen kann. Das ist sicher richtig. Der zusätzliche Nutzen der Skalierung liegt darin begründet, dass die zusätzliche Quantifizierung eine bewusstere und genauere Wahrnehmung mit sich bringt. Dadurch wird sowohl die Selbstannahme – „Ja, ich bin der mit der Angst bei 7“ – als auch die Wahrnehmungs- und Unterscheidungsschärfe geübt. Je differenzierter aber die Unterscheidung ist, desto mehr lerne ich und desto (selbst-)bewusster werde ich.
Das Skalieren ist also schon an und für sich eine Methode zu Intensivierung der Selbstannahme und Stärkung des Selbstbewusstseins.
Von Dr. Günter Eble
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